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Das
derzeit "beliebteste" Werbemittel im Internet ist
der Skyscraper, jene seitlich rechts neben dem Content platzierte
Anzeige. Dies besagt eine Studie des TNS Emnid Instituts.
Der Skyscraper bewegt sich nicht und kann in der Breite variieren.
Je nachdem, wie er angelegt ist, fällt er als Werbung
zunächst einmal überhaupt nicht auf. Der Vorteil
an einem Skyscraper ist, dass er sehr lange im Blickfeld des
Users ist.
Der Big-Size Banner liegt auf dem zweiten Platz der Beliebtheitsskala;
das ist die große Werbeanzeige
ganz oben auf einer Seite. Die volle Aufmerksamkeit ist hier
gesichert. Ganz unbeliebt sind Pop-ups, jene Fenster, die
plötzlich aufpoppen und von der Mehrheit der Befragten,
60 %, strikt abgelehnt werden. Nur 1% gibt an, ein Pop-up
überhaupt anzuklicken. Immerhin ein Drittel der Befragten
akzeptiert Werbung als eine Form der Finanzierung einer Website;
40 % fühlen sich durch Internetwerbung gestört.
Obwohl laut dieser Studie nur 20 % der Befragten meinten,
dass sie durch Werbung auf interessante Angebote aufmerksam
gemacht wurden, ist Werbung im Internet trotz der Krise ein
gutes Geschäft. Doch auch hier machen sich die Auswirkungen
bemerkbar, wenngleich auf einem sehr hohen Niveau. Das Wachstum
des Online-Werbemarktes fiel im ersten Quartal 2009 geringer
als in den Vorjahren aus, ist aber "sehr stabil und immer
noch deutlich stärker als die Entwicklung der anderen
Medien" (The Nielson Company 2009).
Interessant ist eine experimentelle Studie aus dem Jahre 2006:
Sie zeigt deutlich, wie ambivalent Internetwerbung sein kann.
Layer-Ads, ein Werbemittel, das sich über den eigentlichen
Inhalt legt und nach einer gewissen Zeit von alleine verschwindet,
wird als extrem störend empfunden, hat aber einen sehr
hohen Erinnerungswert (Werbewirkung von Layer-Ads. TU
Braunschweig, 2006). Das ist in etwas so, wie wenn man
früher an seinen Briefkasten "keine Werbung, bitte"
klebte und trotzdem den Flyer von der Pizzeria zwei Straßen
weiter bekam: Man ärgerte sich darüber, wenn man
dort vorbei kam. Man erinnerte sich also an die Werbung -
und aß in einer anderen Pizzeria.
Werbemittel
sind nicht nur sehr beliebt im Internet, sondern werden auch
gerne von den Unternehmen als Werbegeschenke an potentielle
Echtkunden verteilt. Dabei reichen die Werbegeschenke von hochwertigen
Kugelschreibern, Füllfederhaltern, Taschen oder Feuerzeugen
bis hin zu billigen Massenprodukten die gerne als Streuartikel
auf Messen oder in Fußgängerzonen unter die Leute
gebracht werden. Alle Artikel, ob nun die hochwertige Tasche
oder auch der Einweg-Kugelschreiber bzw. Feuerzeug haben nur
eine einzige Aufgabe, nämlich auf das Unternehmen aufmerksam
zu machen. Immer ist irgendwo am Produkt zu mindestens das eigene
Logo abgedruckt, oft mit einem Slogan versehen und im New Economy-Zeitalter
natürlich mit der Website-Adresse. Bei vielen Werbeartikeln
werden auch die Sammelleidenschaften des Menschen angesprochen.
Es gibt zwischenzeitlich ganze Börsen die derartige Sammelartikel
untereinander austauschen und so manches Teil mutiert dabei
zu einem sehr kostbaren Sammelgut, ähnlich wie seltene
Briefmarken. Sehr gerne gesammelt werden beispielsweise die
alten Telefonkarten der Telekom, kleine Trucker-Nachbildungen
von Brauereien und natürlich die bekannten Figuren aus
den Überraschungseiern.
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