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Das
Internet nimmt in allen Bereichen an Bedeutung zu. Gilt dies
auch für Versicherungen? Eine repräsentative Umfrage
des Sozialforschungsinstituts
GEWIS aus dem Jahre 2008 mit 1068 Befragten hat ergeben,
dass sich zwar ein Drittel vorstellen kann, eine Versicherung
über das Internet abzuschließen. Getan haben das
aber bisher nur 4 % der Befragten.
Der Grund in diesem Verhalten liegt darin, dass bei bestimmten
Versicherungsarten private Angaben gemacht werden müssen,
über die man ungerne spricht und sie noch viel weniger
der Internetöffentlichkeit preis gibt: das liebe Geld
bzw. das eigene Einkommen. Dabei sind Frauen mitteilungsbedürftiger:
29 % der Frauen würden darüber Angaben machen, bei
den Männern sind das nur 14 %.
Die Versicherungen, die online abgeschlossen werden, sind
die "einfacheren" wie Kraftfahrzeug-, Hausrat-,
Unfall- oder Reiserücktrittsversicherungen. Allerdings
wird das Internet verstärkt zur Information
über Versicherungen genutzt. Was aber nicht ganz
so einfach ist, denn die Versicherungsleistungen sind nicht
immer gleich und vor allem auch klar ersichtlich. Möchte
man beispielsweise eine Zusatzkrankenversicherung abschließen,
die nur bestimmte Bereiche abdeckt, ist der Markt wenig durchschaubar.
Dies sei, so wird hinter vorgehaltener Hand bestätigt,
auch durchaus gewollt. Man muss also zum einen genau wissen,
welche Art von Versicherung man haben möchte, zum anderen
genau darauf achten, was man vergleicht. Nur so kann man die
angebotenen Leistungen auch wirklich beurteilen.
Dennoch gilt der Trend: Man informiert sich online, schließt
aber seine Versicherung dennoch bei seinem Versicherungsvertreter
ab. Einige Versicherungen wollen diesen Trend entgegen wirken
und bieten unterschiedlich hohe Rabatte beim Abschluss einer
Versicherung über das Internet an. Das ist natürlich
auf den ersten Blick sehr vorteilhaft, Geld spart jeder gerne.
Dennoch hat es natürlich auch deutliche Nachteile: Klar
ist, dass dadurch an den Personalkosten, die in fast jeder
Branche einen großen Anteil an den Unternehmenskosten
ausmachen, gespart wird bzw. gespart werden soll. Doch wie
die Versicherungsunwilligkeit über das Internet zeigt:
Ein direkter Gesprächspartner scheint vielen Menschen
zumindest im Bereich der Versicherungen wichtig zu sein. Die
Versicherungen setzen inzwischen auf die Zeit und darauf,
dass die noch junge "Generation Internet" in das
Alter zwischen 30 und 50 Jahren kommt, in dem erfahrungsgemäß
mehr Versicherungen abgeschlossen werden.
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